Warum ist Whey-Protein ungesund?


Wir von smnut verwenden für unsere Produkte keinerlei tierische Inhaltsstoffe. Das liegt natürlich daran, dass wir die Verwendung von tierischen Inhaltsstoffen für einen Eiweißshake schlichtweg unmoralisch finden. Es gibt aber noch einige andere Gründe, warum der Konsum von tierischem Eiweiß, vor allem von Whey, vermieden werden sollte. Wir haben uns deshalb mal die Mühe gemacht, eine Handvoll der unzähligen Studien aufzuführen, die verschiedene unerwünschte Nebenwirkungen von tierischen Proteinen festgestellt haben.

Was ist Whey-Protein, und woher kommt es?

Bei unserer Recherche haben wir relativ schnell festgestellt, dass die meisten Verbraucher gar nicht wissen, welchen Ursprungs Whey Protein eigentlich ist. Darum wollen wir zunächst einmal darauf eingehen.

Molkenproteine (auch als Whey Proteine bekannt) stellen neben den Kaseinen den zweiten Bestandteil der Proteinfaktoren der Kuhmilch dar. Bei der Herstellung von Käse wird Kasein von der Molke getrennt. Die Molke wird für die Produktion von Käse nicht benötigt und ist daher ein reines Nebenprodukt. Dieses Nebenprodukt ist Vielen mittlerweile unter dem Namen Whey-Protein bekannt.

Warum sind Whey Proteine schlechter als pflanzliche Proteine?

Beschäftigt man sich intensiver mit dieser Thematik, so wird schnell ersichtlich, dass Whey-Proteine im Vergleich zu pflanzlichen Proteinen die eindeutig schlechtere Wahl für eine gesunde sportliche Ernährung darstellen. Durch den regelmäßigen Gebrauch von Whey-Protein können beispielsweise Nebenwirkungen wie Akne oder Müdigkeit entstehen.

An der Federal University of Paraiba in Brasilien wurde deshalb eine Studie zu den Nebenwirkungen von Whey Protein in Bezug auf Akne durchgeführt. Dafür wurden 30 Erwachsene Whey-Protein Konsumenten, die regelmäßig Whey Protein in den letzten zwei Monaten zu sich genommen haben und ebenso regelmäßig ein Fitnessstudio aufsuchen untersucht. Insgesamt wurden die Probanden über 60 Tage beobachtet. Die Resultate waren im Anschluss an diese lange Beobachtung und Untersuchung sehr eindeutig. Je länger die Nahrungsmittelergänzung durch Whey Protein andauerte, desto ausgeprägter war die Akne der Patienten. Insbesondere weibliche Patientinnen und Probanden, die keinen familienhistorischen Hintergrund von Akne besitzen wiesen die auffälligsten Veränderungen auf (Pontes et al., 2013).

Eine weitere Studie bestätigt diese Akne-verursachende Wirkung von Whey-Protein. Diese wurde 2012 vom Department of Dermatology des St. Luke’s-Roosevelt Hospital Centers in New York durchgeführt. Hier wurden fünf Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren beobachtet. Drei der Jugendlichen konsumierten Whey-Protein neben dem Football-Training, während die anderen beiden es ergänzend zum Kraftsport einnahmen. Alle fünf Patienten zeigten eindeutige Symptome von Akne, nachdem sie anfingen, sich ergänzend mit Whey-Protein zu ernähren. Noch während der Beobachtungszeit senkten sie dann den Konsum von Whey-Protein wieder. Dabei wurde festgestellt, dass bei vier der fünf Jugendlichen die Akne vollständig verschwunden war (Silverberg, 2012).

Doch nicht nur dermatologische Nebenwirkungen wie Akne machen Proteine tierischen Ursprungs gegenüber Pflanzlichen zu den Schlechteren. Proteine tierischen Ursprungs werden beispielsweise auch verantwortlich für erhöhten Blutdruck (Tielemans et al., 2014), erhöhtes Risiko für Diabetes II (van Nielen et al., 2014), Nierensteine (Breslau et al., 1988)  und Lymphome (Cunningham, 1976) gemacht.

Des Weiteren erhöht der Konsum von Proteinquellen tierischen Ursprungs gegenüber Proteinquellen pflanzlichen Ursprungs laut der Food Science and Human Nutrition Abteilung der Washington State University die Knochenbruchgefahr. Das zeigen frühere Untersuchungen, die die Washington State University in einer Metastudie aufführt. Zu diesem Entschluss kam die Universität nachdem man eine Vielzahl bereits existierender Studien zu diesem Thema zusammenfassend analysiert hat (Massey, 2003 ; Hannan et al., 2000 ; Munger et al., 1999).

Nicht zu vernachlässigen ist auch, dass Whey Isolate meist frei von Ballaststoffen sind. Bei einem Verzehr in großen Mengen kann das zu akuten Darmproblemen führen. Unsere protein superfood shakes hingegen enthalten genügend Ballaststoffe, sodass ihr Verzehr auch in großen Mengen völlig unbedenklich ist. Im Gegenteil, denn sie sind so nährstoffhaltig, dass man sich monatelang nur von ihnen ernähren könnte.

 

Welche Alternativen habe ich?

Unterm Strich muss jeder natürlich für sich selbst entscheiden, auf welche Proteinquellen er zurückgreifen möchte. Man sollte sich aber dessen bewusst sein, dass der Konsum von tierischen Proteinen erwiesenermaßen eine Vielzahl negativer gesundheitlicher Folgen mit sich bringen kann, die durch den Verzehr pflanzlicher Proteine in der Regel nicht entstehen.

Es gibt darüber hinaus eine Vielzahl von Faktoren, die auf eine weitaus bessere Verträglichkeit von pflanzlichen Proteinen, insbesondere Hanfprotein, hinweisen. So besteht Hanfprotein zu zwei Dritteln aus Edestin, ein Protein, welches nur in Hanfsamen vorkommt und dem körpereigenen Eiweiß in seiner Struktur sehr ähnelt. Auch dadurch ist Hanfprotein überaus verträglich.

Neben der Zufuhr von Proteinen, sollte des Weiteren darauf geachtet werden, dass genügend Vitamine, Mineralien und vor allem genügend ungesättigte Fettsäuren aufgenommen werden. Nicht zuletzt deswegen wird empfohlen, generell auf den Verzehr von Whey-Proteinen zu verzichten, denn sie enthalten nur die allerwenigsten dieser essentiellen Nährstoffe auf natürlicher Basis. Wir haben unseren smnut protein superfood shakes übrigens auch deshalb ausschließlich 100% natürliche Zutaten hinzugefügt, um diesen wichtigen Aspekt einer ausgewogenen Ernährung noch mehr zu unterstützen.

 

Literaturverweise


[1] BRESLAU, N. A., BRINKLEY, L., HILL, K. D., & PAK, C. Y. (1988). Relationship of Animal Protein-Rich Diet to Kidney Stone Formation and Calcium Metabolism*. The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, 66(1), 140-146.

[2] Campbell II, T. M. (2004). The China study: the most comprehensive study of nutrition ever conducted and the startling implications for diet, weight loss and long-term health. BenBella Books, Inc..

[3] Cunningham, A. (1976). Lymphomas and animal-protein consumption. The Lancet, 308(7996), 1184-1186.

[4] Hannan, M. T., Tucker, K. L., Dawson‐Hughes, B., Cupples, L. A., Felson, D. T., & Kiel, D. P. (2000). Effect of dietary protein on bone loss in elderly men and women: the Framingham Osteoporosis Study. Journal of Bone and Mineral Research, 15(12), 2504-2512.

[5] Massey, L. K. (2003). Dietary animal and plant protein and human bone health: a whole foods approach. The Journal of nutrition, 133(3), 862S-865S.

[6] Munger, R. G., Cerhan, J. R., & Chiu, B. C. (1999). Prospective study of dietary protein intake and risk of hip fracture in postmenopausal women. The American journal of clinical nutrition, 69(1), 147-152.

[7] Pontes, T. D. C., Fernandes Filho, G. M. C., Trindade, A. D. S. P., & Sobral Filho, J. F. (2013). Incidence of acne vulgaris in young adult users of protein-calorie supplements in the city of João Pessoa-PB. Anais brasileiros de dermatologia, 88(6), 907-912.

[8] Silverberg, N. B. (2012). Whey protein precipitating moderate to severe acne flares in 5 teenaged athletes. Cutis, 90(2), 70-72.

[9] Tielemans, S. M. A. J., Kromhout, D., Altorf-van der Kuil, W., & Geleijnse, J. M. (2014). Associations of plant and animal protein intake with 5-year changes in blood pressure: The Zutphen Elderly Study. Nutrition, Metabolism and Cardiovascular Diseases, 24(11), 1228-1233.

[10] van Nielen, M., Feskens, E. J., Mensink, M., Sluijs, I., Molina, E., Amiano, P., ... & Clavel-Chapelon, F. (2014). Dietary protein intake and incidence of type 2 diabetes in Europe: the EPIC-InterAct Case-Cohort Study. Diabetes Care, 37(7), 1854-1862.